Künstler

Während die politische Situation der Weimarer Republik eher grau war, sprengte die Kunst fast alle Grenzen. Die neuen Themen waren das exzentrische Treiben der Großstadt.

Viele Künstler, deren Sinneseindrücke später verboten wurden, bekämpften provokant den Rest der übrig gebliebenen wilhelminischen Gesellschaft. Schonungslos zerlegten die Maler wie George Grosz, Otto Dix oder Christian Schad ihre Erkenntnisse in ihren Bildern. Die Avantgarde gewinnt zu Beginn der 20er Jahre öffentliche Anerkennung.

In zahlreichen Ausstellungen und Museen waren Bilder von modernen Künstlern des Surrealismus und Dadaismus wie Max Ernst, Paul Klee oder Hans Arp einem breiten Publikum zugänglich. Es war eine Zeit, in der Politik und Kunst auf das engste verknüpft waren. Mit kommunistischen Ideologien sympathisierten viele Künstlern und Intellektuelle wie Ernst Toller oder John Heartfield – Käthe Kollwitz stellte ihr Schaffen mit ihren Bildern für Pazifismus in den Dienst einer revolutionär-proletarischen Kunst. Richard Huelsenbeck (1892-1974) und Raoul Hausmann waren wichtigste Mitbegründer der Dada Bewegung in Berlin, wo sie auch 1920 die erste Internationale Dada Messe mitorganisierten.