Das Berlin der 20er Jahre

Das Berlin der 20er Jahre galt als Dreh- und Angelpunkt des künstlerischen Lebens.

Anders als Paris, Rom oder auch Wien war Berlin ein Emporkömmling, rotzfrech, mit allen Traditionen brechend, sich immer wieder neu erfindend. Der Aufstieg an die Weltspitze der kulturellen Entwicklung war eine Sache weniger Jahre.
1920 wurde Berlin mit den umliegenden Gemeinden zur 4-Millionen-Metropole. Der Zeitungsmarkt und die neuen Medien Rundfunk und Film erlebten einen rasanten Aufschwung. Die Einrichtungen wuchsen und in der Stadt wurde die Nacht zum Tag.
Tanzlokale, Striptease-Bars, Bordelle, Varietés und Kleinkunstbühnen eröffneten nacheinander.

Die körperliche Liebe, besonders die gleichgeschlechtliche, Drogen aller Art wurden preisgegeben. Experimentieren war angesagt. Erlaubt war, was gefiel.